In den Tagen vor unserem Aktionstag begann die Hochwasserkatastrophe, auch in direkter Nähe im Ahrtal. Wir haben uns deshalb entschlossen, vom 15. bis 18. Juli keinen Zivilen Ungehorsam zu leisten und teilten dies auch der Polizei und der Bundeswehr mit.

Im Angesicht der Klimakatastrophe, welche auch durch den CO2-Ausstoß des Militärs mit verursacht wird (1 Flugstunde eines Tornados > 12 Tonnen CO2), können wir aber nicht verstummen und sind berufen, vor der nuklearen Katastrophe welche in Büchel vorbereitet wird, zu warnen.

So begannen am Montag, 19. Juli 2021 sechs Friedensaktivist*innen aus den USA, Niederlanden und Deutschland im Rahmen einer gewaltfreien Aktion unter dem Motto „Stop the next catastrophe: No Nukes! Stoppt die nächste Katastrophe – Atomwaffen abschaffen!“ die Grabungen für einen Tunnel. Ziel war es, so auf die Startbahn des Fliegerhorsts Büchel zu gelangen, um den Flugbetrieb zu stoppen. Begleitet wurden sie von mehreren Unterstützer*innen mit Bannern, die ihre Aktion mit Liedern und kurzen Ansprachen verstärkten.

Drei der Aktivisteninnen haben auch nach der dritten Aufforderung der Polizei, die Arbeit einzustellen, ruhig weitergegraben und wurden nach Feststellung der Personalien zur Polizeistation Cochem verbracht und dort freigelassen. Die Bundeswehr hat gegen die vier Personen im Impressum dieser Website (Verantwortliche im Sinne des Presserechts) Strafantrag gestellt wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten.

Einige der SchaufflerInnen werden sich am 20. Oktober 2021 beim atomaren Fliegerhorst Volkel in den Niederlanden der Aktion „Vrede scheppen“ anschließen und auch dort einen Tunnel zu graben versuchen, um auf die Startbahn zu gelangen und die Übungen für eine atomare Katastrophe zu verhindern. Mit dieser Aktion warnen wir vor der Erneuerung der us-amerikanischen Atomwaffen auf europäischem Gebiet durch die neuen B61-12-Bomben.

Wir scha(u)ffe(l)n am Frieden – zivil ungehorsam